Birkenau und Bönnigheim auf Augenhöhe
Männer-Verbandsliga Staffel 4:
TSV Birkenau – TSV Bönnigheim 29:29 (11:13)
Kein Sieger gab es am Samstagabend in der Begegnung TSV Birkenau gegen TSV Bönnigheim. Nach zwei Niederlagen in Folge erkämpften sich die Bönnigheimer in der Langenau-Sporthalle von Birkenau an der Bergstraße immerhin ein 29:29 – Unentschieden, nachdem man in der 50. Spielminute beim 26:21 noch mit fünf Toren zurück gelegen hatte. Beide Parteien waren am Schlusspfiff aus unterschiedlichen Gründen unzufrieden mit der Punkteteilung. Die jeweiligen Top-Torschützen Mika Hofmann, mit einer 100-prozentigen Trefferquote von Linksaussen, und Jaron May beeindrucken mit zehn bzw. neun Treffern.
Das Verletzungspech bleibt den Bönnigheimern weiterhin treu. Im letzten Training verletzte sich der zuletzt starke Torhüter Nick Teschke an der Leiste, und fällt nun bis auf weiteres aus. So war in Birkenau Felix Kerber Alleinunterhalten im Gästetor, kam allerdings nur auf sechs Paraden, hatte dabei vor allem bei den Würfen von Aussen gegen Mika Hofmann enorme Schwierigkeiten.
„Wegen unserer personellen Situation müssen wir mit dem Punkt zwar zufrieden sein, auch wenn wir einen zweiten am Ende den ersten Auswärtssieg etwas überhastet her geschenkt haben“, meinte TSV – Trainer Jerko Pejic, der den Kampfgeist seines Teams lobte. Die Gäste hatten sich nach einem fünf Tore Rückstand mit großer Willensleistung wieder zurück gekämpft, lagen kurz vor Schloss nach einem Treffer von Guiseppe Galluccio sogar mit 29:28 in Führung. „Aber den letzten Angriff schloss David Müller etwas zu früh ab, da hätten wir etwas mehr Geduld zeigen müssen“, sagte Pejic.
In den ersten Spielminuten waren die Gäste trotz einer 1:0- Führung überhaupt nicht präsent. Es dauerte bis zur 13. Minute ehe David Müller zum zweiten Mal ins Netz des Gegners traf. Sieben leichte Ballverluste, gepaart mit Fehlwürfen waren in dieser Phase zu verzeichnen. Glücklicherweise machten es aber auch die Gastgeber nicht viel besser. Beim 4:5 nach 16 Minuten hatten sich die Bönnigheimer durch Jaron May wieder eine Führung herausgeworfen, die sie bis zur Pause sogar noch um ein Tor auf 11:13 ausbauen konnten.
Nach dem Wechsel sprach bis 10 Minuten vor dem Abpfiff beim Stand von 26:21 alles für den TSV Birkenau. Der Torhüter der Gastgeber parierte in diesem Abschnitt gleich fünf freie Würfe, und ließ dadurch die Bönnigheimer anscheinend verzweifeln. Doch es kam anders. Die Gäste witterten plötzlich ihre Chance, brachten immer wieder einen siebten Feldspieler. Und obwohl Jaron May mit seinem 6. Siebenmeter scheiterte – Stand 27:25 (56.) besorgte David Müller mit einem Doppelschlag den 27:27 – Ausgleich, wobei er zuletzt überlegt das leere Birkenauer Gehäuse anvisierte.
Die 28:29 – Führung durch Guiseppe Galluccio beantworteten die Gastgeber mit dem finalen 29:29 – Endstand, bezeichnend durch ein Tor über die treffsicheren Aussen, die insgesamt den Gästen 15 Gegentore nur über links oder rechts einschenkten..
Am nächsten Samstag (7.11.) kommt der Mitabsteiger aus der Oberliga, die Handball Wölfe Plankstadt in die Bönnigheimer Sporthalle. Anpfiff ist um 20 Uhr vor heimischen Publikum.
Spielstatistik:
TSV Bönnigheim:
Felix Kerber im Tor -
Henri Haug (3), David Müller (7), Levin May (3), Jaron May (9/5), Giuseppe Galluccio (2), Philip Unz, Jannis Orth (2), Timo Zundel, Fabian Schmid (2), David Track (1)
Beste Werfer dbei Birkenau: Mika Hofmann 10, Ronny Unger, David-Denny Hirsch und Aljosa Halilovic je 4
Zeitstrafen: 6 - 6
Siebenmeter: 4/2 Tore – 6/5
Schiedsrichter: Daniel Fischer, Michael Griechisch aus Knittlingen
Dittmar Zäh (dz)
Das erste Naturpark-Derby entscheidet sich erst in den letzten drei Minuten
Männer-Verbandsliga Staffel 1:
TSV Bönnigheim – TSV Knittlingen 32:33 (13:17)
Trotz einer starken zweiten Halbzeit mussten die Handballer des TSV Bönnigheim im Heimspiel gegen den TSV Knittlingen eine knappe 32:33 – Niederlage einstecken. Damit bleibt Knittlingen mit 11:1 – Punkten zusammen mit der Habo SG und HB Ludwigsburg an der Tabellenspitze. Die Bönnigheimer stecken dagegen nach der 3. Niederlage mit 5:7 Zählern im Mittelfeld auf Platz 8 fest.
„Wir hätten uns für unsere engagierte Leistung nach der Pause durchaus belohnen müssen, aber in den letzten drei Minuten waren wir trotz Überzahl zu wenig abgezockt, so dass Knittlingen unsere Fehler eiskalt bestrafte“, meinte Bönnigheims Trainer Jerko Pejic nach der hart umkämpften Partie. Sportlich auffallendster Akteur in diesem ersten Naturpark-Derby war Sakda Choetchim, ein 26-jähriger Mittelmann mit thailändischen Wurzeln, mit elf Treffern, davon fünf Siebenmeter. Er hatte bereits in den fünf Spielen zuvor 58 Tore erzielt. „Er hat uns mit seiner Explosivität kaputt gemacht, gewinnt fast jedes Duell im Angriff gegen uns“, monierte Pejic.
Ausschlaggebend für die unglückliche Niederlage waren wie so oft im Handball Kleinigkeiten. Drei Minuten vor Ultimo kamen die Einheimischen durch David Müller (6 Tore) und Jaron May (4) zum 31:31 – Ausgleich. Nachdem postwendend die Gäste durch Vincent Hotz das 31:32 erzielte, scheiterte Benedikt Qual in Überzahl am gegnerischen Torhüter. Daraufhin sorgte Knittlingen 30 Sekunden vor dem Abpfiff mit dem 31:33 für die Entscheidung, wobei „dieser von uns bereits abgewehrte Ball nie und nimmer wieder in eine Knittlinger Hand gelangen durfte“, ärgerte sich Pejic, dem allerdings auch die 14 Fehlwürfe allein in der ersten Halbzeit ein Dorn im Auge waren.
Von Beginn an bestimmte das Team aus Knittlingen das Spiel, führte schnell 3:0 (5.), ehe Jannis Orth nach zwei Fehlversuchen endlich der erste Treffer für seine Farben gelang. Beim 7:8 (14.) durch Levin May waren die Hausherren, auch dank einer starken Torhüterleistung von Nick Teschke (insgesamt 14 Paraden), auf ein Tor heran gekommen. Doch schnell zogen die Gäste über 9:13 (21.) und 11:17 bis zur Halbzeit auf 13:17 davon. In dieser Phase hatte David Müller mit zwei Pfostentreffern Pech.
Einen vielversprechenden Start nach dem Wechsel verzeichneten die Bönnigheimer, die wesentlich mutiger und zielstrebiger aus der Kabine kamen. So gelang innerhalb von sechs Minuten der 18:18 – Ausgleich. Aber nicht nur das: in der 46.Minute erzielten Jannis Orth und der immer stärker werdende David Müller sogar eine Zwei-Tore-Führung (26:24). Doch die Hoffnungen auf einen Sieg erstickte der TSV Knittlingen schnell, weil sich die Ganerbenstädter Abspielfehler sowie zu frühe Abschlüsse leisteten, und gleich drei Mal das leere Tor nicht trafen. Zu schnell schenkte man den mühsam erarbeiteten Vorsprung wieder her. Nach dem 26:26 – Ausgleich innerhalb von nicht einmal 60 Sekunden legten die Gäste in einem nun offenen Schlagabtausch immer wieder ein-zwei-Tore vor, wobei der TSV Bönnigheim nur noch beim 27:27 (49.), 29:29 (53.) und 31:31 (57.) zum Ausgleich kam.
Weiter geht es für den TSV Bönnigheim am nächsten Samstag (31.10.) mit dem Auswärtsspiel beim TSV Birkenau (6:6 Punkte). Spielbeginn ist um 19:30 Uhr in der Langenberg - Sporthalle von Birkenau an der Bergstraße.
Spielstatistik:
TSV Bönnigheim:
Felix Kerber, Nick Teschke (1) im Tor-
Benedikt Qual, Henri Haug (5), David Müller (6), Levin May (5), Jaron May (4/1), Guiseppe Galluccio (2), Philip Unz (2), Jannis Orth (3), Timo Zundel (4), Fabian Schmid (2), David Track
Beste Torschützen TSV Knittlingen: Sakda Choetchim (11/5), David Kautz (6) und Patrick Wilhelm (6)
Zeitstrafen: 2 – 4, Disqualifikation David Kautz (52:25 min.)
Siebenmeter: 1/1 Tore – 6/5
Schiedsrichter: Manuel Mauch, Bernd Schöllkopf
Dittmar Zäh (dz)
Sieg der mC in Fellbach
Die mC-Jugend gewinnt in Fellbach 14:36
Verdiente Niederlage des TSV Bönnigheim in Heidelberg
Bönnigheim, den 04.10.2026
Männer-Verbandsliga Staffel 4:
TSV Handschuhsheim - TSV Bönnigheim 31:26 (19:14)
Zu viele leichtfertige Ballverluste sowie eine schwache Wurfquote führten am Nationalfeiertag zu einer verdienten 26::31 – Niederlage beim heimstarken TSV Handschuhsheim im Sportzentrum Nord von Heidelberg. Bönnigheims Cheftrainer Jerko Pejic brachte die vor allem im ersten Abschnitt ganz schwache Vorstellung seines Teams auf den Punkt: „ Wir haben uns von Beginn an richtig schlecht präsentiert. Es hat sich so angefühlt, dass wir nie richtig in unser Spiel gekommen sind, weder offensiv noch defensiv. Wir haben vorne zu viele Bälle dem Gegner her geschenkt, das nutzten die „Löwen“ von Handschuhsheim zu einfachen Toren“.
Dabei wurde den Gästen vor allem die erste Hälfte zum Verhängnis. Zwar gelang der Start ins Spiel vielversprechend. Jaron May (7m), Fabian Schmid und der agile und wendige Henri Haug sorgten für eine schnelle 3:1 – Führung nach nicht einmal drei Minuten. Aber die Gastgeber gingen hart zu Sache und provozierten immer wieder Ballverluste bei Bönnigheim. Vor allem den 11-fache Torschützen der Einheimischen, Jonas Bald sowie Rechtsaussen Pascal Simianer (6 Tore) bekamen die Bönnigheimer nicht in den Griff, obwohl Jerko Pejic vor dem Spiel explizit vor dem starken Rückraumschützen Jonas Bald gewarnt hatte. Beim 3:3 (4.) hatte Handschuhsheim ausgeglichen, und lag beim 9:5 (16.) bereits mit vier Toren vorn. Auch eine Auszeit von Pejic brachte nicht den gewünschten Umschwung. Die Hausherren zogen bis zur Pause durch ihre schnellen Ballstafetten unaufhaltsam auf 19:14 davon.
Dabei war die desolate Wurfausbeute von lediglich 14 Toren nicht nur dem starken Löwen-Keeper Paul Andreev zuzuschreiben, sondern auch den teilweise überhasteten Abschlüssen der Bönnigheimer – und insgesamt drei verworfenen Siebenmetern.
Den Vorteil, den sich die Heimmanschaft vor dem Wechsel erspielt hatte, wurde danach bis zur 45. Minute sogar auf neun Tore (25:16) ausgebaut. Auch eine teilweise doppelte Manndeckung gegen Jonas Bald und Spielmacher Johannes Hoffmann half nicht wirklich. Bönnigheim schaffte es durch Henri Haug fünf Minuten später zwar nochmal auf fünf Tore heran (27:22), richtig spannend wurde es aber nicht mehr.
„Wir waren nicht so wach, um hier die Punkte mitzunehmen“, konstatierte ein enttäuschter Pejic.
Der TSV Bönnigheim trifft am nächsten Samstag (10.10.) auf die SG Heidelberg-Leimen . Hier ist der Anpfiff um 20:00 Uhr vor heimischen Publikum.
Spielstatistik:
TSV Bönnigheim:
Felix Kerber, Nick Teschke im Tor-
Benedikt Qual (6), Henri Haug (5), David Müller (7/1), Levin May, Jaron May (2/2), Philip Unz, Jannis Orth (1), Galin Hristov, Timo Zundel (1), Fabian Schmid (3), David Track
Beste Werfer beim TSV Handschuhsheim: Jonas Bald (11/4), Pascal Simianer (6), Nikolas Ullmerich (4)
Zeitstrafen: 4 - 4
Siebenmeter: 5/46 Tore – 6/3
Schiedsrichter: Marc Schmitz, Daniela Schmitz aus Ketsch
Dittmar Zäh (dz)
TSV Bönnigheim siegt in einem knappen Nachbarschaftsduell
Männer-Verbandsliga Staffel 4:
TSV Bönnigheim – Sport-Union Neckarsulm 30:28 (20:15)
Beim letzten Duell beider Vereine in der Verbandsliga siegte der TSV Bönnigheim im Oktober 2024 noch mit einem klaren Zehn-Tore-Vorsprung. Am Samstagabend jedoch war die Partie in der Bönnigheimer Sporthalle wesentlich enger. Die mit einem Heimerfolg über die HSG Weschnitz in die neue Saison gestartete Sport-Union Neckarsulm wehrte sich bis zum Schluss, und gab sich trotz eines zwischenzeitlichen Sieben-Tore-Rückstands (23:16) kurz nach der Halbzeitpause nicht auf. Am Ende blieben aber mit dem durchaus verdienten 30:28 – Heimsieg beide Punkte bei den das ganze Spiel über etwas stabileren Gastgebern, die weiterhin mit ihren personellen Engpässen zu kämpfen hatten.
Auch dass die Einheimischen ganze 12 Minuten mehr als die Sport-Union Neckarsulm in Unterzahl zu spielen hatten, hielt sie nicht vom Sieg ab.
Dabei brillierte vor einer ansehnlichen Zuschauerkulisse Jaron May mit 11 Treffern. Er war somit für über ein Drittel der gesamten Mannschaftstore verantwortlich. Aber auch Henri Haug hatte mit seinen sieben Toren großen Anteil am Sieg des Teams von Trainer Jerko Pejic. Aus der kaum ausrechenbaren Neckarsulmer Angriffsreihe stachen Niklas Müller (7), Lucas Lochbihler und Manuel Feimer (je 4) heraus. Mitentscheidend für den TSV-Erfolg war aber auch, dass Torhüter Nick Teschke einen Sahnetag erwischte und am Ende 19 Paraden verbuchte. Darunter waren auch zwei gehaltene Siebenmeter.
„Neckarsulm war ein sehr guter Gegner. Wir hatten durchaus Probleme mit dem Tempospiel. Fast 50 Prozent Gegentore haben wir uns durch die schnelle Mitte eingefangen. Aber wir haben über 60 Minuten gut dagegen gehalten und uns die zwei Punkte richtig verdient“, erklärte Bönnigheims Trainer Pejic, „Aber ohne die Hilfe von Dominic Zäh – übrigens 42 Jahre alt - gewinnen wir das Spiel nicht“, fügte er hinzu. Übrigens im Spiel davor, stand Zäh, der letztmals im April 2024 in der ersten Mannschaft zum Einsatz kam, noch als Coach der Regionalliga – Frauen beim knappen Sieg des TSV an der Seitenlinie.
Nach einer konzentrierten Leistung hatten sich die Hausherren durch eine starke Angriffsleistung über 9:6 (15. Minuten) bis zur Pause auf 20:15 abgesetzt. NSU-Torhüter Lucas-Johannes Grimm hatte bis dahin kaum einmal einen Ball zu fassen bekommen, wobei auf der Gegenseite Nick Teschke bereits zehn Bälle parieren konnte.
Der Sieben-Tore Abstand beim 23:16 war ein klares Statement des TSV Bönnigheim. Trotzdem wurde es in Folge nochmals richtig eng. Der TSV hatte nun aber auch keine ausreichende Defensivstabilität mehr. Durch einen 6:1 – Lauf der Gäste, vier Tore erzielte dabei Niklas Müller, war das komfortable Polster der Hausherren beim 24:22 (42. Minute) deutlich geschmolzen. Die Bönnigheimer leisten sich in dieser Phase einige Abspielfehler und schwache Abschlüsse gegen einen bis dahin nicht sonderlich auffälligen, aber plötzlich wesentlich stärker werdenden NSU-Keeper Grimm. Pejic nahm sofort eine Auszeit. Doch in den letzten zehn Minuten schmolz das Polster weiter. Neckarsulm hatte sich beim 27:26 (50.), 28:27 (56.) und 29:28 (57.) bis auf ein Tor angenähert. David Müller sorgte schließlich mit seinem Treffer zum 30:28 für die Entscheidung zugunsten der glücklichen Bönnigheimer.
Für den Heimsieger geht es nächsten Samstagabend um 20:00 Uhr auswärts gegen den TSV Handschuhsheim (Sporthalle Nord 1 in Heidelberg)
Spielstatistik:
TSV Bönnigheim:
Felix Kerber, Nick Teschke im Tor-
Benedikt Qual (2/1), Henri Haug (7), David Müller (4), Jaron May (11/5), Guiseppe Galluccio (1), Dominic Zäh (1), Jannis Orth (2), Galin Hristov, Timo Zundel (1), David Track (1)
Zeitstrafen: 7 - 1
Siebenmeter: 7/6 Tore – 6/4
Schiedsrichter: Frederik Fischer und Felix Hotz
Dittmar Zäh (dz)
